Je mehr ich die Welt verkommen sehe,
desto mehr glaube ich an die Magie der LIEBE.
In dir ist die Gottheit -
nicht in Begriffen und Büchern.
Alle Bücher dieser Welt
bringen dir kein Glück,
doch sie weisen dich geheim
in dich selbst zurück.
Dort ist alles, was du brauchst,
Sonne, Stern und Mond,
denn das Licht, danach du frugst,
in dir selber wohnt.
Weisheit, die du lang gesucht,
in den Bücherein,
leuchtet jetzt aus jedem Blatt -
denn nun ist sie dein.
Kürzlich habe ich eine der neusten Publikationen über den Ausnahme-Autor HERMANN HESSE zufällig entdeckt. Das Buch von Volker Michels erschien im 2024 und gibt einen kurzen und sehr unterhaltsamen, sowie tiefgründigen Überblick über das Leben und Wirken von Hermann Hesse.
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Das Buch ist eine hervorragende Ergänzung und Aktualisierung zur Hesse-Gesamtausgabe, die seit meiner Studentenzeit meine Bücherwand ziert.
Hermann Hesse (1877–1962) war ein deutscher Schriftsteller, Dichter und Maler, der zu den bedeutendsten Autoren des 20. Jahrhunderts zählt. Geboren in Calw, Baden-Württemberg, wuchs er in einer pietistischen Missionarsfamilie auf, was ihn nachhaltig prägte. Hesse rebellierte früh gegen die rigide Erziehung und brach eine theologische Ausbildung sowie mehrere Berufslaufbahnen ab, bevor er sich endgültig der Schriftstellerei widmete.
Sein literarischer Durchbruch gelang ihm 1904 mit dem Roman Peter Camenzind, der ihn als Vertreter des Individualismus bekannt machte. Hesse thematisierte häufig den inneren Konflikt des Individuums, die Suche nach Identität und die Spannung zwischen Geist und Natur. Diese Motive spiegeln sich in seinen Hauptwerken wider, darunter Siddhartha (1922), Der Steppenwolf (1927) und Das Glasperlenspiel (1943), für das er 1946 den Nobelpreis für Literatur erhielt.
Hesses Werk ist stark autobiografisch geprägt und verbindet westliche Literaturtraditionen mit östlicher Philosophie, insbesondere buddhistischen und hinduistischen Lehren. In Siddhartha erzählt er etwa die spirituelle Reise eines jungen Mannes in Indien, während Der Steppenwolf die Zerrissenheit eines modernen Intellektuellen zwischen Einsamkeit und Gesellschaft erforscht.
Hesse litt zeitweise unter Depressionen und suchte in Therapien, insbesondere der Psychoanalyse nach Carl Gustav Jung, Heilung. Diese Erfahrungen fanden Eingang in seine Werke, die oft psychologische und existentialistische Fragestellungen behandeln.
Sein Einfluss auf die Literatur und Kultur des 20. Jahrhunderts ist erheblich. Hesse inspirierte Generationen von Lesern, insbesondere in den 1960er Jahren während der Hippie-Bewegung, die seine Themen von Selbstfindung und Spiritualität aufgriffen. Er bleibt ein Symbol für die Suche nach Authentizität und innerem Frieden in einer von Materialismus geprägten Welt.
Hermann Hesse starb 1962 in Montagnola, Schweiz, wo er seit den 1910er Jahren lebte. Sein Werk ist heute Teil des literarischen Kanons und genießt weltweit Anerkennung.
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